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  • Gespostet am 10. Februar 2020
  • Autor/-in: © Ute M.

Orkan Sabine tobt !

Extreme Wetterlage – Sabine kommt

„Bitte gelbe Säcke herein holen, Mülltonnen absichern“, so lauten Warnungen. Es kommt dann noch stürmischer. Kräne halten nicht stand, kippen einfach um, Flugzeuge trudeln beim Landeanflug, während Unerschrockene an der Küste, auch das gibts, surfen oder für die nächste Schwimm Meisterschaft trainieren.

Doch diese Einschläge, umgepustete Bäume, werden immer dichter. Extreme Wetterereignisse werden immer häufiger. Ihre Ereignisse verdichten sich, denn starke Winde gab es auch in der Vergangenheit, allerdings ohne diese heutige Medienpräsenz wußten Menschen ohne TV‘ ohne Handy usw. erst später.

Es gehörte in vergangenen Tagen sogar zum guten Ton, dass über drei Themen nicht gesprochen wurde: Gesundheit, Wetter, Politik! Es war einmal.

Und heute? Die Wetterberichte nehmen in Medien immer mehr Raum ein. So wichtig ist’s scheinbar! Wo Gefahren lauerten, wo etwas passieren konnte, das mussten und konnten Menschen in früheren Generationen noch alleine, selbst einschätzen, durch eigene Lernprozesse, den Erfahrungen. Menschen älterer Senester waren einfach vorsichtig, gingen möglichst nicht nach draußen, wenn Warnungen durchs Radio kamen. Heute fehlen bei einigen diese hautnahen Erfahrungen der Naturphänome? Im Bürostuhl ust mollig warm. Sturm? Kan nicht so schlimm sein, denkt mancher Zeitgenosse

Doch Montag bleiben fast überall Kitas, Schulen geschlossen, nachdem bereits Sonntag Veranstaltungen ausfielen, sogar so mancher Zoo schloss und manches Fußballspiel fand nicht statt. Manchmal geht’s  auch einfach nicht, weil Strommasten umgeknickt oder Leitungen beschädigt sind. Ohne Strom geht kaum noch etwas. Die Natur wütet.

Heute mit jeder Menge guter Vorabinformation drängeln sich mitten in der Wetterunruhe dennoch gestrandete Passagiere an Bahnhöfen, obwohl die Bahn drei Tage vorher sehr gut umfassend informierte. Auf Flughäfen stehende Menschen. Flüge fallen aus.

Jetzt stand und steht alles, oder vieles still. Es wurde im Vorfeld so gut, erklärt, umfassend kommuniziert, dass es eigentlich jeder wußte.

Wissen ist eins, sich danach richten, etwas anderes!

Denn als es soweit war, stehende Menschenknäule, rutschende Autos, vermeidbare Unfälle. Retter mussten sich deshalb auch in Gefahr begeben.

Deutschlandweit wurde der Zugverkehr Sonntag Abend still gelegt.
Geduld war nun angesagt. Außer bei Rettungsfahrzeugen, denn beim mobilen Verkehr ging fast nichts mehr. Außer Mutige nutzten selbst diese Extreme für ihren Sport, um Grenzerfahrungen umzusetzen, zu spüren: Surfen bei hohem Wellengang oder schwimmen für die nächste Meisterschaft über den Ärmelkanal.

Fähren, Bahnen, Luftverkehr tragen Verantwortung. Dort geht aus Sicherheitsgründen nichts mehr.

Orkan der Stärke 12

Am Sonntag, 9. Februar 2020 fielen an manchen Orten die Bäume wie Streichhölzer um, die, die im letzten heißen Sommer durch Trockenheit krank geworden sind. Wackelkandidaten spüren die Säge. Der durch Regen aufgeweichte Boden gibt keinen Halt mehr, jenachdem, wo und wie stark eine Böe einen Baum erwischt hat. In ein oder zwei Zügen mußten Bahnreisende stundenlang in den Zügen ausharren, bis die Schienen wieder freigeräumt waren.

Kaltfront trifft Warmfront

Das ist die Kraft der Natur. Sie legt Schienen-, Luft-,See- und Straßenverkehr mit ein paar Windböen einfach still und Ruhe ist danach. Das Tückische an den Böen, man glaubt, es ist Ruhe.  Doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm, vor der nächsten Böe, um mit noch mehr Kraft alles durch zu pusten, Baumriesen wie Dominosteine umzuhauen, Loses durchzuwirbeln.

Während in Norddeutschland der Fährverkehr langsam am Montag hier und da wieder aufgenommen werden soll, wirbelt der Orkan bis Stärke 12 noch immer in Deutschland punktuell einiges durcheinander, aber auch in den Nachbarländern.

Orkane gab’s immer mal. Doch dieses Mal war der Januar einfach zu warm. Diese Warmfront gab dem Tiefausläufer die nötige Kraft, über Großbritannien kommend vorbei an Helgoland in Deutschland ankommend, alles durcheinander zu wirbeln. Draußen tobt er noch. Der Himmel wechselt sich ab von dunkel mit verstecktem Sonnenschein, und Regentropfen an den Scheiben! Der Handy Empfang streikt.

Die nächsten Stürme kündigen sich bereits an und so manch angestoßener Baum kann auch dann noch fallen, oder wird vorsorglich von Menschenhand abgesägt.

Ab 160 km/h Wind stehen Züge still

Der nächste Sturm kommt bestimmt, weil die Erde sich dreht, nur an den Bahnhöfen wird auch dann bei Windstärken von über 160 km/h sich nichts drehen, der Orkan übernimmt die Richtung. Von eisglatten Straßen schiebt er in Görlitz mal eben einen Bus auf den Acker. In Norddeutschland hagelt es plötzlich. Auf zentimeterdicken Eisbällchen rutsche Autos wohin sie nicht wollen. In Norddeutschland gibt’s Blitzeis, bei gleichzeitig mehreren direkt hintereinandefolgenden Sturmfluten, sowohl in Bremerhaven als auch auf dem Hamburger Fischmarkt, Wasser, Wasser. Spiegelblanke Straßen, die nachts ihren Kälteschock erhielten und unter Bodenfrösten glänzende Rutschbahnen liefern.

Wasser taut in den Bergen, über Bayern kommend, das ein viel zu frühes Hochwasser verursacht, in Koblenz entlang des Rhein bis Köln und nördlicher.

Alles plötzlich, in einem kurzen Zeitraffer, wie im Kino fast oder aus der Vogelperspektive unvorstellbar kontrastreich,  weil Wetterkapriolen jahreszeitlich früher als normal in einem kurzen Zeitfenster aufeinanderprallen.

Was passierte noch? Das Corona Virus, als neue Geißel, aber man forscht und bekommt auch das in den Griff.

Natur holt sich ihr Gleichgewicht, stürmisch. Danach hat sie die Erde wieder ruhig gravierend im Griff, auch uns, wenn wir mit neuer Technologie, Solar u.a. ihr klimatechnisch angepasst rasch entgegenkommen.

Eins ist sicher: Der nächste Frühling kommt bestimmt.

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