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  • Gepostet am 1. Juli 2022
  • Autor/-in: © Klaus Musolf

Sommeranfang (Kurzgedicht) von Klaus Musolf

 

Sommeranfang

von Klaus Musolf

So Mancher wird sagen, wie so denn heut,
mir lief der Schweiß schon seit Tagen herunter,

über den Sommer war ich gar nicht erfreut,

ich war ständig platt und wurde nicht munter.


Als das Thermometer die fünfunddreißig überschritt

und die ersten Wälder in Flammen standen,

da sah man wie Mensch und Tier gleichsam litt,

und nicht mal Abkühlung im Schatten fanden.


Wohl dem, der im See oder Fluss sich erfrischte,

an überfüllten Stränden ein Plätzchen erwischte,

wem die heimische Dusche den Körper abkühlte

und mit einem Auge zum Kühlschrank schielte,

wo der Saft oder das gut gekühlte Bier,

bereits erwartet wurde von ihm und von ihr.

Das „Grillen“ wurde streng gerügt
und Ordnungsstrafen drohten,

die „Bratwurst“ hat meist doch gesiegt

Feuer war zurecht verboten.


Ich dachte an die „Frontsoldaten“,

die um ihr Überleben Ringen,

noch immer fallen die Granaten,

wie soll das denn den Frieden bringen.

Ob sie auch an den Sommer denken

an Hitzetage, Bratwurst, Bier,

die Sonne soll Erleuchtung schenken,

verlasst das „Kriegsrevier“.

Geht zurück zu euren Familien,

die vor Kummer fast verzagen,

tragt wie wir nur „Sommertextilien“

das will ich beiden Seiten sagen.

Aber das steht nicht in meiner Macht,
wir sind schon arg betroffen,

wer hätte je daran gedacht,

das wir auf „Brennstoff“ hoffen.

Für Erdöl, Kohle vor allem Gas

geh‘n die Preise an die Decke,
der Bürger spürt den“Aderlass“,

egal wie er sich strecke.

„9,- Euro“ heißt das Zauberwort,
ein Vierteljahr ist kurz,

uns plagt schon bald ein Hitzerekord

gefolgt vom „Kassensturz“.

Vielleicht siegt die Einsicht vor dem Profit,
das betrifft nicht nur Benzin und Diesel,

wir stimmen an ein neues Lied,

wir zahlen einfach mit „Kiesel“.

„Kieselsteine“, statt Cent und Euro,

unsere Antwort auf den ungebremsten“Teuro“.

Zurück zum „Sommer“, der heute beginnt,
am „Nordkap“ gibt es keine Nacht.

bei uns der längste Tag verrinnt,

die Sonne bis nach halb Zehn‘e wacht.

Auf der Südhalbkugel beginnt der Winter,
kaum zu glauben, aber wahr,

das wissen zwar nicht alle Kinder,

und das geschieht schon Jahr für Jahr.

Ab morgen werden die Nächte länger,
nur sinngemäß, weil die Sonne streikt,

gut für jeden „Minnesänger“,

noch besser, wenn er wieder schweigt.

Pfingsten woll’t ich auf „Christmas“ verweisen,
doch den „Sommeranfang“ musst ich „Lobpreisen“.

Das geht nicht , ihn schlicht zu verschweigen,

wo die Menschen doch ihre „Reize“ zeigen.

Oft noch blass, von der Sonne verschont,

im letzten Jahr waren wir was ganz anderes gewohnt.

Das „Arschgeweih“ war dunkel verdeckt,

hat uns nicht mal mehr aufgeschreckt.

Die Tattoos auf Arme und Rücken
werden uns erneut wie immer entzücken.

Der Sommer bietet nun volle Sicht

ein altes T- Shirts stört uns nicht.

Wer Muskeln hat, der zeigt sie uns,

das spielt keine Rolle, ob „Hinz und Kunz“,

am „Ballermann“, am Ostseestrand,

die „Bodyguards“ sind dafür bekannt.

Der Sommer wird das, was er bisher verspricht,
er hat aber auch ein ganz anderes Gesicht,

Hoffentlich bleiben uns Stürme mit Starkregen gepaart

in allen Teilen des Landes erspart.

Und weil der „Klimawandel“ nicht ruht,
hoffen wir, dass die Politik das Richtige tut.

Denn vom „Eise befreit sind schon die Pole,

wir haben verbrannt zu viel von der Kohle“.

Selbst Atomkraft und Kohle ist wieder gefragt,

weil „Putin“ zu Kohle, Gas und Öl „ Nitschewo“ gesagt.

Die „friedlichen Scheich‘s“ im „Twaber- Look“

haben lächelnd und kurzerhand „Ruck-Zuck“

den Gashahn geöffnet für die gebeutelten „Deutschen“,

wer uns Waffen liefert, den könn‘ wir nicht enttäuschen.

Ihr seid uns willkommen zum „Fussballspektakel“,

ein lohnendes Sportfest ganz ohne Makel.

Gastarbeiter werdet ihr keine sehen,

weil sie vorher zurück in ihre Länder gehen.

Und „Sommeranfang“ kennen wir nicht,
wir lieben das heisse „Sonnenlicht“

das ganze Jahr bis in den Dezember,

deshalb unsere weißen langen „Gewänder“.

Probiert es mal, wir kleiden euch ein
es kann auch Stoff aus „China“ sein.

Und wenn die „Seidenstraße“ uns tangiert,

weil sie nun mal durch den „Suezkanal“ führt,

dann spart ihr auch noch den teuren Transport,

für „Billigflieger“ zum Berliner Airport.
Nur für eure so verwöhnten Frauen

müsstet ihr euch bei „H&M“ oder „ALDI“ umschaun‘n.

Die gehen bei uns traditionell im „schwarzen Gewand“,

so sind sie nicht mal dem Nachbar bekannt.

Der Schwenk nach „Catar“ war dem Gas geschuldet,
weil der Winter keinen Aufschub duldet.

So hat der „Sommeranfang“ viele Facetten,

wir bleiben optimistisch nur bei den netten,

die uns bis zum Herbst und Winter begleiten.

Und habt ihr bis hierher diese Zeilen mit Freude gelesen,
dann war‘s mit dem „Sommeranfang“ schlussendlich gewesen.

Gedicht „Sommeranfang“ mit freundlicher Genehmigung vom Autor

©️ Klaus Musolf

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