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  • Gepostet am 28. Juni 2021
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Störungen im Leben?

Störungen im Lauf des Lebens

Bei jedem Tagesanbruch pünktlich instinktiv Hähne laut krähen, Kikeriki.
Bauernhöfe, die uns versorgen, Sekunden, Minuten, Stunden vorüber ziehen
Tag für für Tag die Arbeit, Sorgen, Chancen mit Hoffnung vorbei fliehen.

Eines Tages, abrupt fehlen bekannte Geräusche, während Menschen ackern.
Bunte fette Hennen picken in dem Rasen, wie jeden Morgen. Sie gackern:
„Der Hahn ‚Schatz‘ ist weg!“ Hühner scheinen das nervös zu begackern.

Die Bäuerin ist besorgt, denn die bunte Hühnertruppe braucht ihren Hahn.
Von fern winkt der Bauer. Auf seinem Arm lugt ein roter Kamm hervor, lahm.
„Hier, unser stolzer Hahn, nass und gewaschen. Hahn ‚Schatz‘ kam ab, von der Bahn.“

Die Bäuerin lacht, spricht: „Den müssen wir wohl erst mal gut versorgen.“
Ihr Mann:„Sieh her! Ein Blick auf seine Hennen. Er rennt los, ohne Sorgen!“
„Dafür waren wir besorgt, frühmorgens. Wo war der arme Kerl verborgen?“

Sie seufzt: „Ein Morgen ohne Hahn! Kein Kikeriki! Ungewohnt, diese Ruhe.“
Er: „Unser stolzer Gockel verirrt verwirrt sprang auf’s Scharnier einer Truhe.
Befreit, stob er davon! Versank im Wasser. Er ist bedröppelt! Nun kurz Ruhe.“

Maschinen lärmen, Menschen stöhnen, ziehen aufs Land. Sie suchen dort Ruhe!
Tiere in ihrer Sprache schnattern, krähen, muhen mit ländlicher Unruhe!
Einige Menschen aus der Stadt wollen Kikeriki verbieten. Sie fordern Ruhe!

Tatsächlich finden sie Mitstreiter. Andere Menschen bekommen nun Sorgen,
denn wie sollen sich Tiere untereinander verständigen, gegenseitig sorgen?
Frei dagegen fliegen Vögel, singen, zwitschern heiter, hoch oben, ohne Sorgen.

Tiere ohne Flügel, müssen sich Raum mit Menschen teilen, manche stören.
Wenn Tiere reden könnten, wie wir. Vielleicht würden wir von Ihnen hören:
„Glaubt ihr Menschen, Natur und Böden würden Euch alleine gehören?“

Wenige frei laufende Tiere drängen zunehmend in Städte, finden ihr Babel.
Waschbären plündern Mülleimer, Marder zerbeißen ungeniert Autokabel.
Wölfe sorgen für Gleichgewicht in Wäldern. Kommt Veganes auf unsere Gabel?

Wölfe spalten das Land. Sie laufen auch aufs freie Bauernland, unerkannt.
Erst wenn die Schafe, Lämmer gerissen, wird das Drama offen bekannt.
Die Vorsorge der Bauern zur Versorgung steckt in der Klemme, auf’m Land.

Der blaue Planet lässt sich nicht aufblasen, nicht vergrößern für immer mehr!
Das Meer steigt! Land verkümmert! Menschen gieren fast immer nach mehr!
Weil das nicht geht, soll das über Verteuerung gebremst werden, das ‚Mehr‘?

Angst geht tatsächlich um. Künstlich das Leben verteuern! So uns führen?
Erst wurde Konsum aufgebläht mit vielen Lockangeboten, uns zu verführen,
kaufen, weg werfen, schnell verbrauchen, neu kaufen! Wer wird ‚was‘ küren?

Der Bauer derweil läuft über den Hof. Nach alter Tradition, der versorgt
verantwortungsvoll ‚biologisch‘ die Bevölkerung. Diese geizt, was ihn sorgt.
Kein Problem! Der Bauer kann überleben! Er wird subventioniert versorgt!

Also alles gut? Kräht der Hahn auf dem Mist, bleibt das Wetter wie es ist,
beruhigt eine alte Bauernregel, die Unregelmäßiges regelmäßig bemißt.
Nur Mist, wenn der Hahn durch Effizienz bereits verdrängt worden ist.

Durch Hühnermastbetriebe werden bunte schöne stolze Hähne arbeitslos.
Hennen wird der Lebensspaß genommen. Nur Eier legen ist ihr trauriges Los.
Als Suppenhuhn landen sie auf unserem Teller. Ihr Leben war nur kurz: SOS!

Frei, natürlich liefen früher Hühner lebensfroh in Wäldern herum, recht sozial,
bis der Mensch mit Futter lockte, Hahn und Hühner einfing und bestahl.
Leistungseffizienz trimmte Hühnerleben Richtung: „Ohne Spaß, ohne Wahl!“

Gnadenlose Effizienz verengt Hühnerleben nun in Hühnerfabriken – bis zur Qual!
Hahn ‚Schatz‘ darf auf dem Dorf laut krähen, Kikeriki! Seine Wahl, ohne Qual,
bleibt erhalten, solange alle dem subventionierten Dorfleben trauen, loyal! Störungen im Leben sind normal: Kikeriki!

© Ute M.
28. Juni 2021

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